Förderverein Langobardenwerkstatt Zethlingen e.V.


Darüber hinIm August 2004 ist der Hochspeicher gerichtetaus sorgt das von ihm betriebene Sponsoring für die Beschaffung finanzieller Mittel. Diese werden hauptsächlich für den Erhalt, Betrieb und Ausbau der Werkstatt verwendet. Das bisher größte durch den Verein geförderte Projekt stellt der Bau eines Hochspeichers im Jahre 2004 dar. Für dieses Projekt konnte der Förderverein mit Hilfe der Verwaltungsgemeinschaft „Altmark Mitte“ 12.000 Euro Fördermittel bei der Stiftung der „Volks- und Raiffeisenbanken Norddeutschland“ einwerben. Der Förderverein stellte den für die Fördermittel notwendigen Eigenanteil zur Verfügung.

Eine ähnliche Unterstützung durch Vereinsmittel erfolgte bei der Errichtung der modernen Toilettenanlage durch den Altmarkkreis Salzwedel im Jahre 2008. Die Außenverkleidung des 2013 durch den Altmarkkreis finanzierten Eingangscontainers wurde wiederum mit eingeworbenen Fördermitteln der Stiftung der „Volks- und Raiffeisenbanken Norddeutschlands“ und durch erhebliche Eigenmittel des Vereins finanziert usw., usf.. Über diese  materiell- sachliche Förderung hinaus sichert der Verein seit 2017 zudem die Finanzierung eines saisonalen Minijobs. Dadurch kann sichergestellt werden, dass in unserem musealen „Langobardendorf“ während der Saison jemand vor Ort ist, der sich um den Erhalt der Häuser, die Unterhaltung und Pflege des Geländes, des Umfeldes  und des Mustergärtchens kümmert.

 

Aktuell hat der Förderverein über 60 „Stammesangehörige“ aller Berufs- und Altersgruppen, wobei der Jüngste 12 und der Älteste 85 Jahre alt ist. Viele von ihnen helfen tatkräftig mit, wenn es u.a. heißt: „Arbeitseinsatz“ auf dem Zethlinger Mühlenberg, um das Gelände wieder fit für die Saison zu machen.

 

Auch die Durchführung der Werkstattwochenenden wäre ohne die dabei in Aktion tretenden Vereinsmitglieder nicht möglich. Hier kann sich jeder einbringen und seine besonderen Möglichkeiten und Vorlieben ausleben; sei es beim Eisenverhütten, beim Kochen, Backen, Färben, Bogenschießen oder auch Musizieren.

 

Reißenden Absatz findet der zwar nicht ganz typische „langobardische Zuckerkuchen“, der an solchen Tagen nicht mehr wegzudenken ist. Zu diesen Anlässen werden zu dem auch alte Rezepte herausgesucht,  so dass es an nicht nur die berühmte „Langobardensuppe“ zu essen gibt, sondern auch schmackhafte römische Gerichte.

 

Es gibt immer viel zu tun an solchen Wochenenden, daher sind Helfer, die vielleicht sogar noch alte Techniken beherrschen jederzeit herzlich willkommen, auch wenn sie nicht gleich Vereinsmitglied werden möchten. Die Vereinsmitglieder haben natürlich zu allen Veranstaltungen auf dem Zethlinger Mühlenberg freien Eintritt. Der monatliche Vereinsbeitrag von einem Euro ist sehr moderat.

 

Manchmal geht es auch auf große Reise: Die Vereinsfahrt 2019 führte uns z. B. in das Landesmuseum für Vorgeschichte nach Halle, um dort die neu eröffneten Dauerausstellungsräume über die Germanen zu besichtigen. Zur Wiedererstarkung der langobardischen Lebensgeister gab es im Anschluss ein zünftiges Mittagessen in der Schiffsgaststätte „Marie-Hedwig“ auf der Saale. Frühere Touren führten uns zur Funkenburg in Thüringen, der Stammburg unseres Partnervereins „Thunrakundi“, ins Museumsdorf Düppel nach Berlin oder in das älteste Archäologische Freilichtmuseum Deutschlands, nach Oerlinghausen.

 

Seit Juni 1990 entwickelte sich die Langobardenwerkstatt zu dem, was sie heute ist: Eine Einrichtung, deren Ziel es ist, vor allem Kindern, aber nicht nur denen, ein etwas anderes Geschichtsbild und auch Spaß daran zu vermitteln.

       

 

Um die Zethlinger Langobardenwerkstatt für die kommenden Jahre zu erhalten, braucht es Unterstützer: Leute die Lust haben im Förderverein mitzuwirken, sich in der Langobardenwerkstatt mit neuen Ideen engagieren wollen oder ihre Talente beim Schmieden, Spinnen, Weben, Backen, Kochen, Bogen schießen, Töpfern, Gärtnern, Glasperlen herstellen, Färben, Flechten, Schnitzen… ausprobieren möchten.

Es reicht manchmal sogar schon, wenn man einfach gerne mit netten Menschen zusammen sein möchte.

 

Kontakt aufnehmen kann man über das Salzwedeler Danneil- Museum (03901/423380) und natürlich ganz direkt und unkompliziert auf dem Zethlinger Mühlenberg.

Bei uns wird gefeiert aber auch gearbeitet.

Auf dem Zethlinger Mühlenberg ist JEDER herzlich willkommen!



Die Sage von der Entstehung des Namens „Langobarden“


Die Bedeutung des Stammesnamens „Langobarden“ ist zwar umstritten, aber die schönste Erklärung dafür bietet noch immer eine Sage, die für die Anwendung einer Kriegslist und gleichzeitig für die Bedeutung der Frauen bei den Langobarden steht.  Aufgeschrieben wurde die Sage von Paulus Diaconus, einem langobardischen Mönch am Hofe Karls des Großen, am Ende des 8. Jahrhunderts:

In der Frühzeit, als sich die Langobarden noch Winniler (Gefährten) nannten, terrorisierte der germanische Stamm der Vandalen seine Nachbarn. So forderten sie auch, dank ihrer überlegenen Kriegerzahl, von den Winnilern Tribute, die diese aber verweigerten. Daraufhin erklärten die Vandalen den Winnilern den Krieg. Für den Beginn der entscheidenden Schlacht wurde der Sonnenaufgang des nächsten Tages festgelegt. Die Vandalen baten Wodan um den Sieg, der daraufhin verkündete, den Kriegern den Sieg zu schenken, deren Namen er am Morgen vor der Schlacht zuerst nennen würde.

Da die Winniler über weit weniger Krieger verfügten, als die Vandalen, bat ihre oberste Priesterin Gambara die Göttin Freya um Rat. Diese riet ihnen, dass sie sich bereits vor Sonnenaufgang gegenüber dem Fenster Wodans aufstellen sollten. Weiterhin sollten sich die Frauen die langen Haare vor die Gesichter binden und sich in die Schar der Krieger einreihen.

Als die Vandalen bei Sonnenaufgang auf das Schlachtfeld kamen, waren die Winniler bereits da. Wodan, der verschlafen aus seinem Fenster blickte, und die vielen „Krieger“ ihm gegenüber nur schemenhaft erkennen konnte, fragte erstaunt: „Wer sind denn diese Langbärtigen dort?“ Darauf sagte Freya: „Wessen Namen du zuerst genannt hast, dem musst du nun auch, wie beschlossen, den Sieg schenken.“

Da die Vandalen sich vor der unerwartet großen Zahl der „langbärtigen Krieger“ fürchteten, ließen sie die Winniler von nun an unbehelligt. Seit diesem „großen Sieg“, so die Sage,  wurden die Winniler von allen anderen Stämmen nur noch als „Langobarden“ bezeichnet und gefürchtet. Diese Bezeichnung finden wir auch bei den römischen Geschichtsschreibern.

Fürchten muss sich vor den „Nachkommen“ der Langobarden, den Mitgliedern des Fördervereins, auf dem Zethlinger Mühlenberg niemand mehr. Im Gegenteil: jeder Besucher ist ausdrücklich willkommen.

gezeichnet von Lucie Löwe



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