Sonderausstellungen

Jährlich werden mehrere Sonderausstellungen in unterschiedlichem Umfang aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte gezeigt. So erhalten die jeweiligen Inhaber des Künstler-Landesstipendiums die Möglichkeit, Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren. In einer weiteren Ausstellungsreihe werden regionale Künstlergruppen vorgestellt. Zum Tag des offenen Denkmals sind Kabinettausstellung mit historischen Abbildungen zu sehen. Die jeweiligen Jahreshaupausstellungen widmen sich unterschiedlichen Schwerpunkten der Regionalgeschichte.

Bilder vom alten Salzwedel



Die ehemalige Propstei liegt in einem der malerischsten und architektonisch interessantesten Quartiere des historischen Stadtkerns von Salzwedel. Maler und Fotografen haben dieses Areal im Lauf der letzten Jahrhunderte in einer Reihe von Zeichnungen, Drucken, Gemälden und Fotografien abgebildet. Anlässlich des Tages des offenen Denkmals zeigt das Danneil-Museum eine Auswahl der schönsten Bilder aus den eigenen Sammlungen.

Das Gebäude des Danneil-Museums wird heute noch umgangssprachlich als Propstei bezeichnet. In einem Vorgängerbau des 1578 errichteten Gebäudes residierte im Mittelalter ein Propst. Das jetzige repräsentative Fachwerkgebäude wurde nach der Reformation als Stadtsitz der Familie von der Schulenburg erbaut. In dieser Nutzung blieb es mit mehreren Modernisierungen bis zum Verkauf im Jahre 1928. Seit 1932 ist hier ununterbrochen das Johann-Friedrich-Danneil-Museum untergebracht.

Die ältesten bekannten Darstellungen der Propstei finden sich als Detail auf den Panoramaansichten des 17. und 18. Jahrhunderts. Auf dem ersten bekannten Stadtplan von 1725 sind ebenfalls nur kleine skizzenhafte Darstellungen bzw. Kartengrundrisse zu sehen. Im 19. Jahrhundert tauchen die ersten Bilder auf, die die Propstei als alleiniges Bildmotiv zeigen. Dabei handelt es sich um romantische Ansichten im Zeitgeschmack, die von einheimischen Malern angefertigt wurden oder auch um Druckwerke in Bildserien bzw. Zeitschriften. Mit dem Aufkommen der Fotografie taucht auch das stadtbekannte Bauwerk der Propstei immer wieder auf. Es wird dann in der Zeit um 1900 zum beliebten Postkartenmotiv. Auch im 20. Jahrhundert verleitet die malerische Situation zwischen Pfefferteich und Marienkirche immer wieder auch Freizeitmaler zur bildkünstlerischen Beschäftigung mit der historischen Propstei.



Johann Joachim Winckelmann



Wanderausstellung anlässlich des 300. Geburtstages 2017 und des 250. Todestag im Jahr 2018

Der berühmte Archäologe und Schriftsteller Johann Joachim Winckelmann gilt als der Wiederentdecker der Antike. Bekannt ist sein Ausspruch „edle Einfalt und stille Größe“ zur Charakterisierung dieser Epoche. Winckelmanns familiäre Wurzeln liegen in der Altmark. Er wurde in Stendal geboren und besuchte in Salzwedel das Gymnasium.

Die vom Winckelmann-Museum in Stendal konzipierte Wanderausstellung geht auf die biografischen und wissenschaftlichen Stationen von Winckelmann vor dem Hintergrund zweier Jubiläen in den Jahren 2017/2018 ein. 2017 jährte sich sein Geburtstag zum 300. Mal. Im Jahre 2018 wird sein 250. Todestag begangen.

Die Ausstellung folgt den Spuren des „größten Sohns Stendals“ durch die Altmark. Die Schau gibt einen Überblick über Leben und Wirken des Archäologie-Begründers und informiert über die verschiedenen Vorhaben innerhalb des Winckelmann-Jubiläums. Sie ist in mehreren Altmarkorten zu sehen. In Salzwedel besuchte Winckelmann im Anschluss an seine Zeit am Cöllnischen Gymnasium in Berlin in den Jahren 1736 und 1737 das Altstädtische Gymnasium.



© 2018 www.museen-altmarkkreis.de