Sonderausstellungen

Jährlich werden mehrere Sonderausstellungen in unterschiedlichem Umfang aus den Bereichen Kunst und Kulturgeschichte gezeigt. So erhalten die jeweiligen Inhaber des Künstler-Landesstipendiums die Möglichkeit, Ergebnisse ihrer Arbeit zu präsentieren. In einer weiteren Ausstellungsreihe werden regionale Künstlergruppen vorgestellt. Zum Tag des offenen Denkmals sind Kabinettausstellung mit historischen Abbildungen zu sehen. Die jeweiligen Jahreshaupausstellungen widmen sich unterschiedlichen Schwerpunkten der Regionalgeschichte.

Stadt und Recht



Die Ausstellung zeigt besondere Stücke aus der Alltagswelt und kunsthandwerkliche Kostbarkeiten des Mittelalters. Historische Dokumente geben Einblick in die Rechtsverfassung dieser Zeit. Der früheste urkundliche Beleg für das Salzwedeler Stadtrecht ist eine Rechtsauskunft für die Stadt Perleberg aus dem Jahre 1239. Ein Kopialbuch fasste im 15. Jahrhundert eine Reihe von Rechtsvorschriften zusammen. Diese beiden Dokumente aus den Stadtarchiven von Perleberg und Salzwedel bilden das Zentrum der Ausstellung. Um diese Zeugnisse der Rechtsgeschichte herum werden eindrucksvolle Objekte aus Alltags- und Festtagskultur des Mittelalters in Szene gesetzt. Dazu gehören in Salzwedel geschlagene Münzen als Beleg für das städtische Münzrecht und die Wirtschaftskraft der Stadt. Herausragende Skulpturen für die Kirchen der Stadt und des ländlichen Umfeldes zeugen von der Kunstfertigkeit ihrer Hersteller. Archäologische Funde geben einen kleinen Einblick in das Wohn- und Lebensumfeld der Zeit.

 

 



An der Grenze erschossen



Die Ausstellung „An der Grenze erschossen. Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes auf dem Gebiet der heutigen Ländergrenze Sachsen-Anhalt/ Niedersachsen“ informiert über das Grenzregime an der innerdeutschen Grenze und listet erstmalig alle bekannten Todesfälle mit sachsen-anhaltischem Bezug auf. 68 Frauen und Männer wurden von 1949 bis 1989 an der 342 Kilometer langen Grenze des heutigen Landes Sachsen-Anhalt zu Niedersachsen getötet. Zusätzlich kamen in diesem Gebiet sieben Männer in Ausübung ihres Grenzdienstes ums Leben. 31 Bürger aus Städten des heutigen Landes Sachsen-Anhalt wurden an der Berliner Mauer und am „Eisernen Vorhang“ in anderen europäischen Staaten getötet.

 

 



StipendiatenART "Lauf.Setup"



Inken Hemsen (Hamburg) und Sidsel Ladegaard (Halle/ Berlin) wohnten und arbeiteten im Jahre 2019 jeweils mehrere Monate mit einem Landesstipendium im Salzwedeler Künstler- und Stipendiatenhaus. Ergebnisse dieser Aufenthalte sind in der diesjährigen Ausstellung in der Reihe StipendiatenART zu sehen.

Inken Hemsen erforscht hier die Verschiebung von Wahrnehmungen der Salzwedel durchquerenden Flussläufe Dumme und Jeetze. Zusammenhänge ineinander übergreifender Elemente werden in Fotogrammen und Drahtobjekten sichtbar.

Sidsel Ladegaards Arbeit untersucht einen musealen Umgang mit Gegenständen durch Skulpturen, die in dem Ausstellungsraum zwischen Gebrauchswert und Unnützlichkeit balancieren.

Durch den doppelten Blick auf die Stadt und die unterschiedliche künstlerische Auseinandersetzung, entsteht ein Dialog über Zeit und Wahrnehmung, über das Mäandern, das Flanieren und sich Verlaufen im Außenraum, sowie über das Sehen, Untersuchen und Entdecken innerhalb eines Museumsraumes. Die Doppelausstellung „Lauf“ von Inken Hemsen und „Setup“ von Sidsel Ladegaard ist vom 3.7.-30.8.2020 im Danneil Museum zu sehen.

 



Entwurf-Zeichnung-Aufmaß



Im Museumsbestand befindet sich eine Reihe von Zeichnungen und Entwürfen aus dem 19. und vom Anfang des 20. Jahrhunderts, die unterschiedliche architektonische Motive aus der Stadt Salzwedel zeigen. Zu den abgebildeten Objekten gehören herausragende Bauten aus verschiedenen Zeitepochen. Gleichfalls gibt es auch interessante Entwürfe, die niemals ausgeführt worden sind, aber Einblicke in verschiedene Bauabsichten und –aufgaben der Vergangenheit geben.

Als Auftraggeber für solche Arbeiten fungierten öffentliche Institutionen wie die Stadtgemeinde. Auch aus dem privaten Baubereich sind solche Blätter erhalten. Die historischen Zeichnungen sind in der Regel in herausragender technischer Qualität ausgeführt worden und tragen oft den Charakter kleiner Kunstwerke.

Anlässlich des Tages des offenen Denkmals 2020 zeigt das Danneil-Museum ausgewählte Zeichnungen aus seinem Fundus.

 

 



Stück für Stück Altmark



Die Sammlungen des Danneil-Museums sind das materielle Gedächtnis der westlichen Altmark. Die Vielfalt der Museumsobjekte aus allen Lebensbereichen widerspiegelt 200.000 Jahre Geschichte einer Region. Die Altmark wird erst seit dem 14. Jahrhundert als historische Region wahrgenommen und mit diesem Namen bezeichnet. Die Besiedlungsgeschichte reicht aber viel weiter zurück.

In der Ausstellung werden aussagekräftige Objekte präsentiert, die durch ihre Eigenart, ihre Hersteller oder ihre vormaligen Besitzer Geschichten erzählen können. Diese Geschichten sind verwoben mit der Geschichte der Region und ihrer Bewohner und stehen jeweils für ganz spezielle Themenbereiche.

Museumsstücke erzählen ihren Geschichten natürlich nicht von allein. Sie wurden durch die Museumsmitarbeiter „befragt“ und ihre Erzählungen besucherfreundlich aufbereitet.

Lassen Sie sich ein auf einen Spaziergang durch die altmärkische Geschichte anhand ihrer Relikte! Spüren sie ihren Querverbindungen aber auch ihren Irrwegen nach!

 

 



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