Ausstellungsarchiv 2020



Im Museumsbestand befindet sich eine Reihe von Zeichnungen und Entwürfen aus dem 19. und vom Anfang des 20. Jahrhunderts, die unterschiedliche architektonische Motive aus der Stadt Salzwedel zeigen. Zu den abgebildeten Objekten gehören herausragende Bauten aus verschiedenen Zeitepochen. Gleichfalls gibt es auch interessante Entwürfe, die niemals ausgeführt worden sind, aber Einblicke in verschiedene Bauabsichten und –aufgaben der Vergangenheit geben.

Als Auftraggeber für solche Arbeiten fungierten öffentliche Institutionen wie die Stadtgemeinde. Auch aus dem privaten Baubereich sind solche Blätter erhalten. Die historischen Zeichnungen sind in der Regel in herausragender technischer Qualität ausgeführt worden und tragen oft den Charakter kleiner Kunstwerke.

 

 

 





Die Ausstellung zeigt besondere Stücke aus der Alltagswelt und kunsthandwerkliche Kostbarkeiten des Mittelalters. Historische Dokumente geben Einblick in die Rechtsverfassung dieser Zeit. Der früheste urkundliche Beleg für das Salzwedeler Stadtrecht ist eine Rechtsauskunft für die Stadt Perleberg aus dem Jahre 1239. Ein Kopialbuch fasste im 15. Jahrhundert eine Reihe von Rechtsvorschriften zusammen. Diese beiden Dokumente aus den Stadtarchiven von Perleberg und Salzwedel bilden das Zentrum der Ausstellung. Um diese Zeugnisse der Rechtsgeschichte herum werden eindrucksvolle Objekte aus Alltags- und Festtagskultur des Mittelalters in Szene gesetzt. Dazu gehören in Salzwedel geschlagene Münzen als Beleg für das städtische Münzrecht und die Wirtschaftskraft der Stadt. Herausragende Skulpturen für die Kirchen der Stadt und des ländlichen Umfeldes zeugen von der Kunstfertigkeit ihrer Hersteller. Archäologische Funde geben einen kleinen Einblick in das Wohn- und Lebensumfeld der Zeit.

 

 





Die Ausstellung „An der Grenze erschossen. Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes auf dem Gebiet der heutigen Ländergrenze Sachsen-Anhalt/ Niedersachsen“ informiert über das Grenzregime an der innerdeutschen Grenze und listet erstmalig alle bekannten Todesfälle mit sachsen-anhaltischem Bezug auf. 68 Frauen und Männer wurden von 1949 bis 1989 an der 342 Kilometer langen Grenze des heutigen Landes Sachsen-Anhalt zu Niedersachsen getötet. Zusätzlich kamen in diesem Gebiet sieben Männer in Ausübung ihres Grenzdienstes ums Leben. 31 Bürger aus Städten des heutigen Landes Sachsen-Anhalt wurden an der Berliner Mauer und am „Eisernen Vorhang“ in anderen europäischen Staaten getötet.

 

 



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