Ausstellungsarchiv 2016

Bilder vom alten Salzwedel

Bilder vom alten Salzwedel

Bilder vom alten Salzwedel In der Fotografie-Sammlung des Danneil-Museums befindet sich eine Serie von qualitätsvollen Fotografien mit Motiven aus dem Stadtgebiet von Salzwedel. Diese fertigte der Harburger Fotograf Kurt Foige in der Zeit vor 1938 an. Neben einer Reihe von signierten Einzelaufnahmen gibt es auch vier dazugehörige Fotoalben, in denen weitere Motive des gleichen Fotografen enthalten sind.

Kurt Foige wurde 1888 in Berlin geboren und starb 1965 in Hamburg. Er war ursprünglich Kaufmann und bis 1921 Mitinhaber einer Kunstdruckerei in Berlin. Im Jahre 1923 machte er sich als Autodidakt im Fotografenmetier selbständig.

Die Fotografien mit den Salzwedeler Motiven im Museumsbestand stehen offensichtlich im Zusammenhang mit einer früheren Ausstellung im Jahre 1938 in Salzwedel. Unter dem Motto „Ein Lichtbildner entdeckt Salzwedel“ war diese Präsentation vom 27. November bis 11. Dezember 1938 mit über 100 Bildern zu sehen. Der Fotograf hatte dazu über 120 Aufnahmen angefertigt. In der jetzigen Ausstellung im Danneil-Museum werden mehrere ausgewählte Einzelaufnahmen und Teile der Fotoalben im Original gezeigt.

StipendiatenArt

StipendiatenArt - Daniela Wesenberg und Thorsten Fleischer

In der Ausstellungsreihe StipendiatenArt sind vom 1. Juli bis 14. August 2016 Arbeiten von Daniela Wesenberg und Thorsten Fleischer zu sehen, die im Jahre 2015 mit einem Landesstipendium versehen im Salzwedeler Künstler- und Stipendiatenhaus Salzwedel weilten.

Daniela Wesenberg
Daniela Wesenberg wurde 1973 in Thüringen geboren. Sie studierte von 2000 bis 2007 an der Hochschule für bildende Künste Hamburg und der „Facultad de Bellas Artes“ Cuenca (Spanien). Mit dem Erwerb des Diploms im StipendiatenArtJahre 2007 ist sie freischaffend tätig. Daniela Wesenberg lebt und arbeitet in Hamburg. Seit 2002 waren ihre Arbeiten in einer Reihe von Ausstellungen zu sehen. Im Jahre 2009 gehörte sie zu den Begründern des Hamburger Atelierhauses „der Gang“, seit 2015 nimmt sie einen Lehrauftrag an Hochschule für Angewandte Wissenschaften (HAW) Hamburg wahr. Daniela Wesenberg war von Juli bis September 2015 in Salzwedel.

Zu ihrer Arbeit sagt sie:
„Mich interessiert die Landschaft als System, die Struktur und Form ihrer Elemente, deren vermeintliche Stabilität und das fragile Gleichgewicht, in dem sie sich befinden. Mich faszinieren kulturell bedingte Unterschiede in der Wahrnehmung von Landschaft, mich interessiert wie ich selbst Landschaft erfahre und wahrnehme, erinnere oder imaginiere.

In der Erkundung und Untersuchung verschiedener Materialien und Gegenstände, ihrer statischen, haptischen oder ästhetischen Eigenschaften, schaffe ich feine, fragile, teils zerbrechlich erscheinende Skulpturen, Objekte, räumliche Strukturen und Zeichnungen.

Diese Objekte und Strukturen bilden Module mit denen Landschaft simuliert werden kann. Ich setze sie räumlich so zu einander in Beziehung, dass sie den Raum aufteilen, gliedern und definieren. So bleiben sie keine Einzelwesen im Raum sondern werden zu Mittlern und Akteuren in ihrer Umgebung und in Bezug auf die anderen Objekte, die diese Umgebung bevölkern.“

Thorsten Fleischer
Thorsten Fleischer wurde 1977 in Dresden geboren. Seit 1991 begann er seine künstlerische Ausbildung mit dem Besuch von Abendkursen bzw. der Schule des Sehens und Gestaltens in Dresden. Daran an schloss sich die universitäre Ausbildung von 1998 bis 2004 an der Hochschule für bildende Kunst in Dresden. Hier studierte Thorsten Fleischer Malerei. Nach dem Diplomabschluss im Jahre 2004 folgte ein Meisterschülerstudium. Seit 2007 ist er freischaffend tätig. Thorsten Fleischer lebt und arbeitet in Dresden. Er ist Mitglied im Künstlerbund Dresden und im neuen Sächsischen Kunstverein. Thorsten Fleischer weilte von Januar bis März 2015 in Salzwedel.

Über seine Arbeit sagt Thorsten Fleischer:
„Als vorrangig grafisch arbeitender Künstler beschäftige ich mich mit dem Thema Bildraum und lasse mich dabei von architektonisch urbanen Strukturen inspirieren. Mir geht es darum mit sehr reduzierten Mitteln eine Konzentration im Bildraum zu erreichen, welche beim Betrachter eine Assoziation von vielleicht Gesehenem hervorrufen soll. Der Abstraktion in meinen Arbeiten ist im Vorfeld immer eine Naturbetrachtung vorangegangen und der Bezug zu dieser war und ist mir immer sehr wichtig.“

Heimat im Krieg 1914/18

Heimat im Krieg 1914/18

Am 1. August 1914 entbrannte weltweit ein Krieg, in den im Laufe von vier Jahren insgesamt 40 Länder verwickelt waren und der Millionen von Toten zählte. heimat-im-krieg-1914-18-02Am Ende war die globale politische und geistige Landkarte grundlegend verändert. Eine Flut von Veröffentlichungen und Forschungen begleiten den 100. Jahrestag des Ersten Weltkrieges. Auffällig ist jedoch, dass kaum regionale Aspekte für die damalige preußische Provinz Sachsen und das Herzogtum Anhalt untersucht und betrachtet werden. So haben sich Studierende des Instituts für Geschichte der Otto-von-Guericke Universität Magdeburg auf eine Spurensuche in Sachsen-Anhalt begeben. Die Ausstellung ist daher keine umfassende regionalgeschichtliche Aufarbeitung des Ersten Weltkrieges, sondern der Betrachter hat Teil an den Ergebnissen der Spurensuche der Studierenden.
Die Museen ihrerseits lassen ihre Objekte „sprechen“, um die lokale alltagsgeschichtliche Perspektive des Krieges sichtbar zu machen. Matrosenkragen, Brotschneidemaschine, Liederheft, eiserner Armreif, Lebensmittelkarten, Kochbücher, Plakate, Feldpostbriefe, Tagebücher, Fotos und vieles mehr aus der Zeit des Ersten Weltkriegs befinden sich in den Sammlungen der Stadt – und Regionalmuseen Sachsen-Anhalts. Sie erzählen davon, dass der Krieg auch weiter hinter der Front im privaten wie öffentlichen Alltag seine Spuren hinterlassen hat. Die Wanderausstellung „Heimat im Krieg 1914 – 1918 – Spurensuche in Sachsen-Anhalt“ öffnet ein Fenster zur Lebenssituation der Menschen in unserer Region.
http://www.mv-sachsen-anhalt.de/main.pl?lang=de&page=proj&id=6

Traditionell Weltoffen?

Traditionell Weltoffen?

Unser heutiges Bundesland Sachsen-Anhalt ist geprägt von einer Vielzahl kulturhistorischer Zeugnisse, die national und international Beachtung finden. Traditionell Weltoffen?Die Himmelsscheibe von Nebra, Eike von Repgows Sachsenspiegel – ein Rechtsbuch, das eine Grundlage der europäischen Rechtskultur bildet, die Schriften der Mystikerinnen aus dem Kloster Helfta bei Eisleben, dem Geburts- und Sterbeort des großen Reformators Dr. Martin Luther oder die Meister des Dessauer Bauhauses, um nur einige zu nennen – sie alle zeugen vom Wissen und Können der Menschen der letzten Jahrhunderte in einem Land, das sich heute zwischen Arendsee und Zeitz, Harz und Dübener Heide, an Saale und Elbe erstreckt.
Die Wanderausstellung stellt – exemplarisch für die Landesgeschichte – wichtige Persönlichkeiten und historische Ereignisse vor, zeigt Sichtweisen und Handlungsmuster auf und reflektiert den Umgang damit. Sie regt ebenso zum Diskurs an wie sie Antworten sucht nach Umfang von Tradition, Toleranz und Weltoffenheit in unserem heutigen Bundesland und wie weit sich die Zivilgesellschaft mit dem Land Sachsen-Anhalt identifiziert.
Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit dem Landesheimatbund Sachsen-Anhalt e.V., der Landesvereinigung kulturelle Kinder- und Jugendbildung Sachsen-Anhalt e.V. und der Landeszentrale für politische Bildung und wurde vom Land Sachsen-Anhalt gefördert.

© 2017 www.museen-altmarkkreis.de