Museum Aktiv - Museumspädagogische Angebote

Freilichtmuseum Diesdorf - Ein Tag in einer anderen Zeit

Die historischen Häuser und Gärten im Freilichtmuseum Diesdorf sind voller Geschichte und Geschichten. Ausgestattet mit altem Mobiliar und Arbeitsgeräten laden sie zu einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit ein.

In vielfältigen museumspädagogischen Angeboten wird Kindern und Jugendlichen das Landleben früherer Generationen anschaulich vermittelt.

Unter freiem Himmel, in der Holzwerkstatt oder in einem der Reet gedeckten Hallenhäuser steht das ganz Alltägliche von einst im Mittelpunkt. So erfahren die jungen Besucher, was sich mit Lehm alles anfangen lässt, dass ungewaschene Schafwolle ganz schön streng riecht oder dass selbst hergestellte Kartoffelpuffer „voll“ lecker schmecken.

Selbst aktiv werden und beim Ausprobieren seine ganz eigenen Erfahrungen sammeln – im Freilichtmuseum Diesdorf ist dies möglich.

Viele Projekte ergänzen sich oder bauen aufeinander auf. Bei der Anmeldung beraten wir Sie gerne und unterstützen bei der Planung eines individuellen Aktionstages.

NEU: GARTEN-KINDER pädagogisch




Im Rahmen des transnationalen LEADER-Projektes „Botanischer Garten_neu gedacht!“ wurden interaktive Vermittlungskonzepte für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren entwickelt, mit denen Schulklassen ab Sommer 2019 die verschiedenen Naturstandorte des weitläufigen Museumsgeländes entdecken und dabei auf spielerische Weise ihr Wissen über Botanik, Ökologie und Nachhaltigkeit erweitern sollen.

GARTEN-KINDER pädagogisch

Die alten Bauernhäuser im Freilichtmuseum Diesdorf stecken voller Geschichte und Geschichten und laden zu einer Entdeckungsreise in die Vergangenheit ein. Mit unseren etablierten museumspädagogischen Angeboten geben wir Kindern und Jugendlichen anschauliche Einblicke in das Landleben früherer Generationen.

Unsere historischen Gebäude liegen eingebettet in eine kleinräumige Kulturlandschaft aus Gärten, Feldern, Wiesen, Wald und Wasserflächen. Auch diese abwechslungsreichen Ökosysteme wissen einiges zu berichten – über das Verhältnis von Mensch und Umwelt in vormodernen Zeiten etwa, aber auch über den ökologischen Wandel der Gegenwart.

Mit unseren neuen ökopädagogischen Angeboten möchten wir Ihnen und Ihren Schülern eine Möglichkeit eröffnen, diesen Geschichten aufmerksam zuzuhören.

Inhalt und Lernziele

Bei den Kindern und Jugendlichen soll das ökologische Bewusstsein bei der naturnahen Gestaltung von Grünflächen und der Notwendigkeit einer pestizidfreien Pflege im Siedlungsbereich gestärkt werden. Außerdem soll eine Sensibilisierung hinsichtlich der Bedeutung unterschiedlicher Lebensräume und kreative Nutzungsmöglichkeiten von Gartenprodukten gezeigt werden.

Lernziele sind:
• Kennenlernen der urbanen Lebensräume/Biotope im direkten Siedlungsumfeld.
• Verstehen von Naturkreisläufen in siedlungsnahen Grünräumen.
• Entdecken der Arten- und Pflanzenvielfalt siedlungsnaher Grünflächen.
• Erlernen von Möglichkeiten zur Erhaltung wertvoller Biotope und Gestaltung ökologisch angelegter siedlungsnaher Lebensräume.
• Erwerben von sozialer Kompetenz durch Erfahren von ehrenamtlicher Verantwortung.

Vermittlung

Die von geschulten Ökopädagoginnen geleitete Projektarbeit vermittelt kreative praxisbezogene Mitmachangebote in siedlungsnahen Biotopen und zu deren Produkte. In zwei aufeinander aufbauenden Modulen 1) Informieren und Erforschen, 2) Gestalten – begeben sich die Kinder und Jugendlichen auf eine spannende Entdeckungsreise zu charakteristischen Lebensräumen, begleitet durch vielfältige Experimente, Natur- und Umweltspiele.

Module

GARTENKINDER -pädagogisch besteht aus zwei aufeinander aufbauenden Modulen. Je nach Wissensstand der
Kinder und Jugendlichen kann auch direkt das Modul 2 gewählt werden.

Modul 1: Informieren und Erforschen

Gemeinsam entdecken die Kinder auf einem spannenden Streifzug in der unmittelbaren Umgebung einer Siedlung
Lebensräume und deren tierische und pflanzliche Bewohner. Bauerngarten, Blumenwiese, Obstgarten,
Wildobsthecke, Weiher, Wald, Alte Bäume und der Schweine-Anger werden in spielerischer Auseinandersetzung
erfahren und die Nutzbarkeit der Siedlungsbiotope erkundet.


Modul 2: Gestalten

Gemeinsam mit den Gartenpädagogen erfahren die Kinder und Jugendlichen wie damals und heute Produkte aus
den natürlichen Lebensräumen für unser tägliches Leben hergestellt werden können. Spannend und kreativ wird
der natürliche Kreislauf für Produkte aus dem täglichen Bedarf aufgezeigt und somit die Bedeutung der
siedlungsnahen Lebensräume erkennbar.

Was kann ich ernten und was kann aus der Ernte weiterverarbeitet werden. Wie wurde Wolle gefärbt. Woher kam
der Tee. Was ist aus der Hecke essbar. Woraus entstehen Körbe und Zäune.

 



Informationen für LehrerInnen, ErzieherInnen und Begleitpersonen




Die Teilnahme an unseren museumspädagogischen Aktionen kostet jeweils 2,00 € je Kind und Projekt (Mindestsatz 25,00 €). Der Museumseintritt ist in dieser Gebühr bereits inbegriffen! Kombinierte Angebote im Stationsbetrieb gelten dabei als ein Projekt, d.h. es fallen keine zusätzlichen Entgelte an.

Zu den Projektgebühren kommen ggf. 1,00 € je Kind und Projekt als Materialkostenpauschale.

Ablauf und Stationsbetrieb

Sie können mit Ihrer Klasse oder Gruppe an Werktagen (außer montags) ab 9 Uhr ins Freilichtmuseum Diesdorf kommen. Unsere MitarbeiterInnen nehmen Sie zur abgesprochenen Zeit am Eingang in Empfang.

Unsere Mitmachaktionen, Führungen und Projekte dauern in der Regel zwei Stunden und eignen sich für bis zu 15 Kinder. Größere Klassen oder Gruppen werden daher geteilt und nehmen abwechselnd an zwei kombinierten Angeboten teil.

Beispiel:

  • 30 Schüler, 3. Klasse Grundschule
  • 15 Schüler Station 1: Dorfschule. Die Kinder erfahren allerhand Interessantes und Unterhaltsames über das Schülerleben und Lehrerdasein von einst.
  • 15 Schüler Station 2: Leben und Arbeiten im Hallenhaus. Spannende Einblicke in das Alltagsleben früherer Generationen.

Nach ca. einer Stunde wechseln die beiden Teilgruppen die Station, d.h. alle Schüler können beide Angebote absolvieren. Im Stationsbetrieb kombinierte Angebote gelten als ein Projekt.

Gerne können Sie sich nach dem Ende der Projekte noch im Freilichtmuseum Diesdorf aufhalten, die übrigen Häuser und Gärten erkunden oder unseren Naturspielplatz ausprobieren!

Essen und Trinken

Vor oder nach den Projekten können Sie mit Ihren Kindern im Museumsdorf frühstücken oder zu Mittag essen. Nach Absprache können Sie dafür den historischen Schafstall oder die große Scheune nutzen oder auf der Gänsewiese picknicken.

Auch unser Museumscafé bietet Ihnen gerne einen kleinen Imbiss oder eine warme Mahlzeit an. Nehmen Sie hierzu bitte direkt mit dem Café Kontakt auf (03902/ 939829).

Aufsichtspflichten

Bitte beachten Sie, dass die Aufsichtspflicht für Ihre Kinder während des Museumsbesuches (einschließlich Projektzeit) bei Ihnen bzw. bei den verantwortlichen Begleitpersonen liegt.

Anmeldung

Bei Interesse an unseren museumspädagogischen Angeboten rufen Sie uns bitte an oder schreiben eine E-Mail.

Freilichtmuseum Diesdorf
Molmker Straße 23
29413 Diesdorf
Tel.: 03902-450
E-Mail: info@freilichtmuseum-diesdorf.de

Wichtige Informationen sind dabei: Größe der Klasse oder Gruppe, Alter und Vorwissen, Datum und Uhrzeit Ihres geplanten Besuches. Gerne planen wir dann mit Ihnen einen individuellen Aktionstag.



Leben im Bauernhaus

Trägt ein Landei Holzpantinen? – Die Antwort auf diese Frage geben unsere Projekte rund um das Leben im Bauernhaus.

Das Niederdeutsche Hallenhaus aus Winkelstedt

Waschtag früher

Waschtag früher




... die einst notwendig waren, um die getragene Kleidung und benutzte Textilien wieder sauber und frisch in den Schrank oder in die Truhe legen zu können.

Gezeigt wird das Waschen ohne Waschmaschine, als schwere körperliche Arbeit. Wer die vielen Schritte vom Wasser tragen, über Wäsche schrubben (Waschbrett), spülen, wringen, aufhängen und mangeln meistert, wird am Ende mit einem sauberen Wäschestück belohnt. Was früher schwere Arbeit für Frauen und Mädchen war, ist für alle Kinder, die mit Waschmaschine und Trockner aufgewachsen sind, ein überaus lehrreiches Erlebnis, das natürlich auch sehr viel Spaß macht!



Getreideernte - vom Korn zum Brot

Vom Korn zum Brot




Als auf den Höfen und in den Dörfern noch große Backhäuser standen? Spielerisch dürfen die Kinder in diese vergangene Zeit eintauchen, die noch gar nicht so lange zurückliegt. Ein Besuch in der Bockwindmühle von 1810 vermittelt dabei anschaulich den Prozess der Kornverarbeitung und verdeutlicht die jahrhundertelange Bedeutung des Getreides als Hauptnahrungsmittel. Danach dürfen die Kinder selbst Hand anlege: Dreschen auf der Tenne, Mahlen mit der Handmühle, Kneten in der Backstube, Backen im Ofen und schließlich Genießen der frischen Brote!



Von der Milch zur Butter

Von der Milch zur Butter




Alte Gerätschaften und die Besichtigung der Milchkammer veranschaulichen den Arbeitsprozess und die Bedeutung der Milch für die Selbstversorgung.



von-der-wolle-zum-faden

Von der Wolle zum Faden




Beim Rundgang durch das Museum gibt es zahlreiche alte Arbeitsgeräte zu entdecken. Im praktischen Teil kann je nach Absprache gefilzt, gewebt oder mit der Handkunkel ein Faden gesponnen werden.



Kartoffelpuffer selbst gemacht

Kartoffelpuffer selbst gemacht




Ist ausreichend Wasser am Brunnen geholt und der historische Ofen im Querdielenhaus angefeuert, müssen die Kartoffeln gewaschen, geschält und gerieben werden, bevor sie, ausgedrückt und mit Ei und Mehl zu einem Teig verknetet, goldbraun ausgebacken werden können. Die leckeren Puffer mit Apfelmus belohnen die fleißigen Küchenhelfer, die nicht nur gelernt haben, eine einfache Mahlzeit zuzubereiten, sondern auch spannende Einblicke in das Leben früherer Generationen gewinnen konnten.



Traditionelles Handwerk

Zur Dorfbevölkerung gehörten früher natürlich auch Handwerker, über deren Wissen und Fertigkeiten heute nur noch wenige verfügen.

Lehmwand

"So'n Matsch!" – Fachwerk und Lehmbau

Wie die Menschen früher ihre Häuser bauten, wird beim Arbeiten an der Lehmwand deutlich. Lehmziegel selber herstellen oder Gefache mit Lehm füllen – das ist ganz schön anstrengend.

Vom Flachs zum Leinen

Vom Flachs zum Leinen

Die Weberei war einst einer der wichtigsten Nebenerwerbe der ländlichen Bevölkerung. Bevor die wertvollen Tuche jedoch entstehen konnten, musste der Flachs erst mühsam aufbereitet werden.

Harte Arbeit in der Dorfschmiede

Ein heißes Eisen

Der Museumsschmied zeigt an Esse und Amboss seine Kunst und lässt mutige Nachwuchsschmiede auch selbst den Hammer schwingen.

Die Museumswerkstatt




Hier kann gehobelt, gesägt, gehämmert oder getöpfert werden. Die Angebote eignen sich besonders für kleinere Gruppen, die intensiv über einen längeren Zeitraum an einem Thema arbeiten wollen.

Folgende Angebote sind nach Absprache möglich:

  • Holzpantinen selber herstellen
  • Nistkästen oder Insektenhotel bauen
  • Löffel schnitzen
  • Wie baut man eine Sonnenuhr
  • Essgeschirr töpfern



Führungen und Vorführungen

Einblicke in die unterschiedlichen Bereiche des ländlichen Lebens und die Nutzung natürlicher Ressourcen geben nicht nur die Mitmachaktionen, sondern auch die thematischen Führungen, die dem Alter und den Interessen der Kinder angepasst werden können.

Dorfschmiede mit Vorführung

Dorfschmiede (mit Vorführung)

Der Museumsschmied zeigt an Esse und Amboss seine Kunst und lässt mutige Nachwuchsschmiede auch selbst den Hammer schwingen.

Bockwindmühle Freilichtmuseum Diesdorf

Bockwindmühle

Seit Jahrhunderten wird die Windkraft zum Mahlen von Getreide genutzt, so auch bei der über 200 Jahre alten Bockwindmühle aus Bortfeld. Die spannende Führung durch die Geschichte und die Funktion der Mühle fasziniert nicht nur technikbegeisterte Kinder.

Häuserrallye - Was Häuser zu erzählen haben?

Häuserrallye - "Was Häuser zu erzählen haben?"




Nach einer kurzen Einführung beginnt die Erkundungstour durch die Museumshäuser. Hier gibt es spannende Details zu entdecken und knifflige Fragen zu beantworten. Am Ende belohnt eine Urkunde die eifrigen Hausforscher.



Der Dorfschullehrer an der Tafel

Historische Schulstunden




Zum Unterricht gehört neben der Einübung der notwendigen „Schuldisziplin“ auch eine Einführung in die Sütterlinschrift. Am Ende der Schulstunde darf jeder Besucher eigenhändig seinen Namen in Sütterlin in einer Urkunde eintragen.



Naturspielplatz

Spielen im Freien und Natur erleben

Auf dem Spielplatz des Freilichtmuseums mit seinen Bäumen, Hecken und dem Wasserlauf zum angrenzenden Teich dürfen sich die jungen Besucher ungebremst bewegen und die Natur für sich entdecken.

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