Ausstellungen Freilichtmuseum Diesdorf

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Das Böttcher- und Küferhandwerk - Teil II "Vom Baum zum Fass"




Der zweite Teil unserer Ausstellung über das Böttcher- und Küferhandwerk in der "Hopfendarre" aus Wollenhagen wurde gestaltet von Heinrich Gades (Knesebeck).



"Wo enns de Hoppen wassen hätt ..."




Der Hopfen gilt als Seele des Bieres. Er gehört laut dem deutschen Reinheitsgebot (1516), neben Gerstenmalz, Hefe und Wasser, zu den vier Grundzutaten bei der Bierherstellung. Die Ausstellung im Freilichtmuseum beleuchtet den regionalen Aufstieg dieser vielseitigen Kulturpflanze von der Bierwürze zum „Grünen Gold“.
In der Altmark bildete die Hansestadt Gardelegen das Zentrum des im Hochmittelalter aufblühenden Hopfen- und Bierfernhandels. Erste Stadtwappen aus dem 14. Jahrhundert, mit abgebildeten Hopfenranken, lassen auf eine lange, erfolgreiche Anbautradition schließen. Neben dem guten Moorhopfen war das hier gebraute „Garlei-Bräu“ über die Landesgrenzen hinaus beliebt. Jahrhundertelang sorgten Bier und Hopfen für Wohlstand und Ansehen in der Region. Zahlreiche Bilder und Objekte zeugen in der Ausstellung von der wechselvollen Geschichte der altmärkischen Hopfenkultur.
Präsentiert werden die Exponate zusammen mit Objekten zum Böttcher- und Küferhandwerk in einer historischen Hopfendarre aus Wollenhagen (bei Gardelegen).



"Als Tante Frieda ein junges Fräulein war ..."




Am Beispiel von Frieda Pasemann (1904-1985) wird mit Wäsche, Textilien und Kurzwaren ein Einblick in den Frauenalltag zwischen 1900 und 1940 gewährt. „Handarbeiten“ bestimmten lange den Bildungskanon für Frauen – neben Kochen, Hauswirtschaft und Kinderpflege.
Um 1900 entwickelte sich mit der dekorativen Textilgestaltung auch auf dem Lande eine neue weibliche Freizeitbeschäftigung. Das aufwendige Besticken und Verzieren von Tisch-, Leib- und Bettwäsche bot einen kreativen Ausgleich zur anstrengenden Arbeit.
Die liebevoll gestaltete Ausstellung präsentiert eine große Vielfalt solcher Objekte, von Häkeldeckchen über Paradekissen bis zu bestickten Pantoffeln. Zudem beleuchten zahlreiche Fotografien und Anekdoten aus dem Leben von „Tante Frieda“ das damalige Frauenbild.



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