Ausstellungen Freilichtmuseum Diesdorf

Unsere aktuellen Ausstellungen

Der Flachsanbau in der Altmark



"Flachs geht neunmal durch die Hand, bis man ihn trägt als Leingewand“  (Sprichwort)

Flachsanbau und Leinenweberei stellten in der Altmark zu verschiedenen Zeiten einen wichtigen Erwerbszweig dar. Die langwierige Arbeit bestimmte nicht nur den Alltag, sondern auch den Jahresverlauf der Menschen, und so beruhen viele Redewendungen, Märchen und Bräuche auf der Flachsverarbeitung.
Im historischen Speicher aus Winkelstedt, der seit mittlerweile über 100 Jahre im Freilichtmuseum steht, beschäftigt sich die neu eingerichtete Ausstellung mit dem Textilgewerbe in der Altmark. Bilder und Objekte verdeutlichen die verschiedenen Schritte der Flachsverarbeitung.



Das Böttcher- und Küferhandwerk - "Vom Baum zum Fass"

 

seit 2015, Erweiterungen 2019 & 2022

Vom Baum zum Fass

 

 

 

Geschichte & Geschichten um das Freilichtmuseum Diesdorf



 „Es soll die Kenntnis und die Liebe zur Heimat geweckt werden [, damit] die Geschichte der Heimat von der Gegenwart verstanden wird.“                    

-Dr. Georg Schulze-

 

Die Sorge um den Verlust von Heimatgefühl und Traditionen angesichts der auch auf dem Lande zunehmend spürbaren Modernisierung und Industrialisierung führten 1911 im altmärkischen Flecken Diesdorf zu dem Entschluss, eines der ersten Freilichtmuseen Deutschlands zu gründen und so Sachzeugnisse ländlicher Architektur und bäuerlicher Alltagskultur zu bewahren.

Aus diesem Heimatmuseum entwickelte sich im Laufe von über 100 Jahren eine Kultur- und Bildungseinrichtung von überregionaler Bedeutung. Heute präsentiert das Freilichtmuseum Diesdorf auf einer Fläche von ca. sechs Hektar ein Ensemble aus 25 historischen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden. Sie fügen sich mit den zugehörigen Gärten, Feld- und Wiesenflächen zu einer historischen Kulturlandschaft. Mit seinen Exponaten und Ausstellungen dokumentiert das Museum den Wandel von Kultur und Lebensweise der Menschen in der Altmark zwischen dem 17. und 20. Jahrhundert.

Der Charakter des Museums mit seinem dörflichen Charme wurde vor allem durch den Museumsgründer Dr. Georg Schulze sowie den langjährigen Museumsleiter Peter Fischer geprägt. Viele engagierte Menschen haben zudem seit über einem Jahrhundert am Auf- und Ausbau des Freilichtmuseums mitgewirkt und ihre Spuren hinterlassen.

Entdecken Sie die Geschichte des Freilichtmuseums Diesdorf und seiner Menschen!



"Wo enns de Hoppen wassen hätt ..."




Der Hopfen gilt als Seele des Bieres. Er gehört laut dem deutschen Reinheitsgebot (1516), neben Gerstenmalz, Hefe und Wasser, zu den vier Grundzutaten bei der Bierherstellung. Die Ausstellung im Freilichtmuseum beleuchtet den regionalen Aufstieg dieser vielseitigen Kulturpflanze von der Bierwürze zum „Grünen Gold“.
In der Altmark bildete die Hansestadt Gardelegen das Zentrum des im Hochmittelalter aufblühenden Hopfen- und Bierfernhandels. Erste Stadtwappen aus dem 14. Jahrhundert, mit abgebildeten Hopfenranken, lassen auf eine lange, erfolgreiche Anbautradition schließen. Neben dem guten Moorhopfen war das hier gebraute „Garlei-Bräu“ über die Landesgrenzen hinaus beliebt. Jahrhundertelang sorgten Bier und Hopfen für Wohlstand und Ansehen in der Region. Zahlreiche Bilder und Objekte zeugen in der Ausstellung von der wechselvollen Geschichte der altmärkischen Hopfenkultur.
Präsentiert werden die Exponate zusammen mit Objekten zum Böttcher- und Küferhandwerk in einer historischen Hopfendarre aus Wollenhagen (bei Gardelegen).



"Als Tante Frieda ein junges Fräulein war ..."




Am Beispiel von Frieda Pasemann (1904-1985) wird mit Wäsche, Textilien und Kurzwaren ein Einblick in den Frauenalltag zwischen 1900 und 1940 gewährt. „Handarbeiten“ bestimmten lange den Bildungskanon für Frauen – neben Kochen, Hauswirtschaft und Kinderpflege.
Um 1900 entwickelte sich mit der dekorativen Textilgestaltung auch auf dem Lande eine neue weibliche Freizeitbeschäftigung. Das aufwendige Besticken und Verzieren von Tisch-, Leib- und Bettwäsche bot einen kreativen Ausgleich zur anstrengenden Arbeit.
Die liebevoll gestaltete Ausstellung präsentiert eine große Vielfalt solcher Objekte, von Häkeldeckchen über Paradekissen bis zu bestickten Pantoffeln. Zudem beleuchten zahlreiche Fotografien und Anekdoten aus dem Leben von „Tante Frieda“ das damalige Frauenbild.



„1, 2, 3, 4 Eckstein …. wir kommen!“ - Versteckspiel im Freilichtmuseum Diesdorf



Liebe Gäste unseres Freilichtmuseums,

im Museumsdorf wird gespielt.  Fünf Kinder haben sich mit modernen Gerätschaften auf dem Gelände in Versteckposition gebracht. Der trotzige Gunnar mit dem Ofenrohr, die triumphierende Tatti mit der Puppe, der erschrockene Enrique mit dem Staubsauger, der enttäuschte Jaques mit dem Telefon und die schadenfreudige Lilli im Indianerkostüm erwarten Sie schon ganz aufgeregt! Sie sind herzlich eingeladen, sich auf die Suche nach den spielenden Fünf zu begeben.

„1, 2, 3, 4 Eckstein …. wir kommen!“ ist ein Kunstprojekt der Künstlerin Rebekka Rauschhardt, welches im Rahmen des HEIMATSTIPENDIUMS der Kunststiftung Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Freilichtmuseum Diesdorf 2018 vor Ort realisiert wurde. Daran beteiligt waren freiwillig vor allem die Versteckexperten – die Kinder – der Grundschule „Dr. Georg Schulze“    in Diesdorf und unfreiwillig alle anderen.

 

 



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