4.3.2020 Vortrag: An der Grenze erschossen, 17 Uhr

Die Todesopfer des DDR-Grenzregimes auf dem Gebiet der heutigen Ländergrenze Sachsen-Anhalt/ Niedersachsen.

Birgit Neumann-Becker, Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur

Saal der Musikschule des Altmarkreises Salzwedel, 17.00 Uhr (anschließend Besuch der Ausstellung im Danneil-Museum), Eintritt frei

Die Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, Birgit Neumann-Becker, berichtet über die Hintergründe der Ausstellung im Danneil-Museum, die sich den Todesopfern des DDR-Grenzregimes auf dem Gebiet der heutigen Ländergrenze Sachsen-Anhalt/ Niedersachsen widmet.

Hier werden erstmalig alle bekannten Todesfälle mit sachsen-anhaltischem Bezug in einer Ausstellung gezeigt. 68 Frauen und Männer wurden von 1949 bis 1989 an der 342 Kilometer langen Grenze des heutigen Landes Sachsen-Anhalt zu Niedersachsen getötet. Zusätzlich kamen in diesem Gebiet 20 Männer im Zusammenhang mit der Ausübung ihres Grenzdienstes ums Leben. 31 Bürger aus Städten des heutigen Landes Sachsen-Anhalt wurden an der Berliner Mauer und am „Eisernen Vorhang“ in anderen europäischen Staaten getötet.

Die Referentin geht in ihrem Vortrag auch in einem Schwerpunkt auf die Todesfälle im altmärkischen Abschnitt dieser Grenze ein. Die studierte Theologin Birgit Neumann-Becker ist seit 2013 Landesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen und seit 2017 Beauftragte des Landes Sachsen-Anhalt zur Aufarbeitung der SED-Diktatur.