3.10.2019 Altmärkisches Erntefest, 10-17 Uhr

Sachsen-Anhalts einziges volkskundliches Freilichtmuseum lädt am Tag der deutschen Einheit von 10-17 Uhr wieder zum Altmärkischen Erntefest ein – Saisonhöhepunkt seit 25 Jahren! Ein abwechslungsreiches Programm mit lebendiger Geschichte, altem Handwerk, Musik und Tanz, entführt die Besucher in die Welt unserer Groß- und Urgroßeltern.

IErntefest im Freilichtmuseum Diesdorfm Takt der Traktoren und Maschinen dreschen die „Heimatinteressierten“ aus Dähre das im Museum angebaute Getreide, so „wie vor 100 Jahren“. In Betrieb genommen werden verschiedene Dreschkästen, Binder, Windfege, Schrotmühle etc. – Freunde alter Landtechnik kommen an diesem Tag also ganz auf Ihre Kosten.

 

Große undErntedankfest kleine Besucher dürfen gerne auch selbst die Windfege in Bewegung setzten oder bei der Mitmachaktion „Vom Korn zum Brot“ den Dreschschlegel schwingen.

 

 

 

Auch historisches Handwerk wird an diesem Tag in Diesdorf gezeigt: Böttchermeister Heinrich Gades führt durch die von ihm gestaltete Böttcher- und Küferausstellung, Alfred Henke und Rolf Hamann erläutern kundig Geschichte und Funktion der 200 Jahre alten Bockwindmühle.

Museumsschmied Manfred Heiser zeigt seine Kunst an Esse und Amboss, und die Frauen des Textilkreises Wolmirstedt zeigen, wie einst Flachs versponnen wurde. Zum Mitmachen laden die Gäste vom Burgmuseum Querfurt ein, die die Herstellung von Hanfseilen vorführen, und in der Holzwerkstatt können Kinder wieder den Umgang mit Säge, Hammer und Feile üben.

Faszinierend nicht nur für Kinder sind auch die Modelleisenbahnen der Schienenfreunde aus Salzwedel und Bad Bodenteich.

Für alle Generationen unterhaltsam und lehrreich ist auch unser Ratespiel: kennen Sie noch Name und Fuktion heute verschwundender Alltagsgegenstände aus der Sammlung des Museums? Wissen Sie, wie man „auf Platt“ dazu sagt?

Während die Kinder das Museumsgelände mit der Ponykutsche erkunden, können Eltern und Großeltern entspannt die abwechslungsreichen Marktstände begutachten. Angeboten werden Töpferwaren, Holzdekorationen, Kunsthandwerk und Handarbeiten, altes Leinen, Floristik, Honig, Kräuter, Kürbisse, Bücher u.v.m.

Auch die im Museumsgelände kultivierten seltenen Kartoffelsorten können interessierte Besucher mit nach Hause nehmen. Nicht zum Verkauf, aber sicher nicht weniger interessant sind die alten und vom Aussterben bedrohten Geflügelrassen, die der Rassengeflügelzuchtverein Jübar präsentiert.

 

Schwungvoll spielt dazu die Egerländer-Besetzung des Landespolizeiorchesters Mecklenburg-Vorpommern auf, die im Rahmen des Altmärkischen Musikfestes zu Gast ist. Böhmische Blasmusik mit einer frischen nordischen Brise – da ist gute Stimmung garantiert.

Traditionell altmärkisch und dabei mitreißend lebendig sind die Darbietungen der Folkloretanzgruppe „Fitschebeen“, die auch in diesem Jahr wieder die Besucher des Museumsdorfes begeistern werden.

Seine treuen Fans hat auch Dorflehrer Klaas, der ab 13 Uhr wieder Unterricht in der Dorfschule erteilt.

Derweil duftet es aus dem historischen Backhaus verführerisch nach Blechkuchen, und das Museumscafé lockt mit hausgemachten Kuchen und Torten. Wer es herzhaft mag, wird mit traditionellem „Schwein am Spieß“ und anderen Spezialitäten sicherlich ebenso gut bedient.

Ans Herz gelegt sei allen Besuchern auch der Erntedankgottesdienst im geschmückten Winkelstedter Hallenhaus um 13 Uhr, mit Unterstützung des Posaunenchores unter Leitung von Kantor Roland Dyck.

 

Noch ein Tipp: Das Erntefest bietet trotz allen Festtrubels auch eine gute Gelegenheit, die in diesem Jahr eröffneten Ausstellungen „Als Tante Frieda ein junges Fräulein war…“ – Textilien und „feine Handarbeiten“ in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts und „Wo enns de Hoppen wassen hätt – Zur Geschichte des altmärkischen Hopfenanbaus“ zu besuchen!

 

Eintritt: 4,50 Euro (ermäßigt 3,00 Euro), Familienkarte 10,50 Euro